Am Montagmorgen waren wir wohl alle sehr aufgeregt, bevor wir uns um 8:30 Uhr am Bahnhof in Korntal trafen. Endlich ging es los! Mit der Bahn kamen wir nach ca. 1 ½ Stunden Fahrt in Neckarelz an. Wir konnten noch nicht auf unsere Zimmer, deswegen planten unserer Lehrer eine Stadtrallye, die die Rezeption uns gab. Wir teilten uns in Grüppchen und gingen los. Komischerweise fanden die meisten von uns nicht ein einziges Gebäude und auch die Straßen waren unauffindbar. Glücklicherweise trafen wir uns alle beim Rathausplatz, der auch nicht wirklich auf der Karte eingezeichnet war. Wir fragten Passanten und die wiesen uns darauf hin, dass wir die Karte von Mosbach-Baden und nicht von Mosbach-Elz hatten. Ein riesiges Missverständnis. Wir, die Mädchen, gingen in einen Hobby-Supermarkt und riefen die Lehrer an, die uns einsammelten. Am späten Abend, um 21:30 Uhr fingen wir die Nachtwanderung an. Natürlich mit einem Guide. Wir bekamen Knicklichter, da es schon sehr dunkel war. Später hielten wir auf einer Lichtung an und sahen den wunderschönen Nachthimmel. Auf dieser Stelle mussten wir warten, bis unser Führer die Teelichter verteilt hatte. Dann konnte man sich entscheiden, alleine oder mit Freunden zu laufen. Die Strecke war komplett dunkel und es war schön das Knirschen unter den Füßen zu hören. Bis an diesem Abend alle in den Betten und eingeschlafen waren, war es wahrscheinlich 2:00 Uhr nachts.

Nachdem wir am Dienstag gut gefrühstückt hatten, packten wir Lunchpakete und schlüpften in unsere Badekleidung. Als alle versammelt waren, liefen wir gemeinsam zu einer Wiese, die direkt neben dem Fluss, der Elz, lag. Dort wartete auch schon der Guide auf uns. Er erklärte uns, welche Materialien wir für unsere Flöße benutzen sollten, und teilte uns danach in Gruppen ein.
Nun sollten wir aus drei Plastikfässern, Seilen und einigen Holzbrettern unser Floß bauen. Weil es keine Anleitung oder etwas in der Richtung gabt, baute jede Gruppe das Floß ein wenig anders.
Wir mussten alle mitanpacken und gemeinsam als Gruppe herausfinden, wie es am besten schwamm, ohne dass es umkippte, oder gar unterging. Nach der ganzen Arbeit kam das Vergnügen (auch wenn das Bauen der Flöße ebenfalls sehr toll war). Die erste Gruppe konnte aufs Wasser: Am Anfang wackelte es ein bisschen, aber nach einer kurzen Weile saßen alle sicher auf dem Floß und paddelten munter umher. Immer mehr Gruppen konnten nun starten. Dabei wurde immer sehr viel gelacht und fast alle schafften es sicher wieder an Land zu kommen, ohne vom Floß zu fallen.
Nach einer Wanderung zum Eisessen gab es noch einen Grillabend. Viele halfen auch beim Entfachen des Feuers. Nach dem leckeren Abendessen schauten wir gemeinsam noch das Fußballspiel an, welches an diesem Abend stattfand. Danach gingen alle müde und erschöpft in ihre Zimmer und ließen sich in ihre Betten fallen und freuten sich schon auf den nächsten Tag oder blickten auf den ereignisreichen Tag zurück.
- Foto Floßbau
Der Mittwoch begann mit einem späten Frühstück. Alle waren noch etwas erschöpft vom Vortag, schafften es aber, wach zu bleiben. Nach etwa einer Stunde Wanderung erreichten wir den Heinrichhof. Dort erzählte man uns viel Interessantes über den Hof und die Landwirtschaft. Anschließend wurde die Klasse in sechs Gruppen eingeteilt. Mit der Hilfe von Blättern mussten wir die zugehörige Pflanzen finden. Danach pflückten wir Kräuter und Gemüse für unser Mittagessen. Es gab Backkartoffeln mit Zaziki, Baguette mit Kräuterbutter sowie frisches Gemüse (Gurken, Kohlrabi und Tomaten). Zum Nachtisch gab es Pudding und Obstsalat – Wir haben alles alleine zubereitet und es hat hervorragend geschmeckt. Zum Abschluss fütterten wir die Kühe mit Kohlrabischalen und Brokkoliblättern. Das war für alle eine schöne Erfahrung. Am Abend besuchte uns ein Autor, der aus seinen Büchern vorlas und erzählte, wie er auf seine Ideen kommt. Dann folgte mit dem Fußballspiel Argentinien gegen England ein Abend mit viel Stimmung und Emotionen. Anschließend fielen alle müde ins Bett.

Am Donnerstag wanderten wir zur selben Vogelgreifwarte, von der der Author am Tag zuvor erzählt hatte. Als wir dann nach 2 Stunden auf Burg Guttenberg angekommen waren, besuchten wir das Burgmuseum. Dort konnte man über Ritter, Arten, wie man früher gequält wurde, und natürlich Burg Guttenberg erfahren. Ein paar Kinder aus der Klasse stiegen auf den höchsten Turm. Die Aussicht war atemberaubend, aber wir hatten nur sehr wenig Zeit, um sie zu bewundern, weil wir kurz darauf zu einer Greifvogelshow wollten. Es gab ein Geierpaar, einen Seeadler, eine Schleiereule und einen Cara Cara. Nach der unglaublichen Vorstellung gingen wir weiter zum Rundlauf, wo wir mehr über einzelne Vogelarten lernen konnten. Gestärkt mit Eis und ausgestattet mit Souvenirs kam uns der Rückweg deutlich einfacher vor.
Später am Abend traf sich die ganze Klasse in unserem Gemeinschaftsraum, wo wir dann erstmal Karten spielten. Eine halbe Stunde später fingen wir an ,,Großer Preis“ zu spielen. Dafür gab es vier Kategorien mit unterschiedlich schwierigen Aufgaben. Die ganze Klasse hatte da zusammen sehr viel Spaß. Im Anschluss waren alle sehr müde und erschöpft von der langen Wanderung und den lustigen Spielen.

Am Freitagmorgen wurde gefrühstückt und gepackt und als alle Taschen, Rucksäcke und Koffer im Gruppenraum verstaut waren, veranstalteten wir noch eine Watteball KM (Klassenmeisterschaft). Nachdem wir die Siegerin geehrt hatten, ging es los zum Bahnhof. Mit ein paar Verspätungen kamen wir alle am Korntaler Bahnhof an: müde, erschöpft, erleichtert, endlich zuhause zu sein, doch auch traurig, den schönen Ort Mosbach zu verlassen.
Von Diego, Kerrielyn, Marleen, Seoa und Sophia