Das Sommerkonzert des Gymnasiums war in diesem Jahr ein ganz besonderes schulmusikalisches Ereignis: alle Musik-AGs der Schule waren am 22.Juni an einem Nachmittag und Abend zu hören.  Am Beginn standen Nordische Tänze – eiskalt serviert!

Je heißer der Abend – desto kühler die Tänze! Passend zur Mittsommerzeit hatte das Symphonie-Orchester des GKM Tänze von Edvard Grieg und Peter I. Tschaikowsky vorbereitet. Die Streicher glänzten und jubilierten, die Bläsergruppen waren bestens gelaunt und aufeinander eingespielt, am Schlagwerk wurde geschüttelt, gerührt und anderes mehr. Der hingebungsvolle Vortrag der abwechslungsreichen Tänze begeisterte das aufmerksame Publikum. Die jungen Musiker brillierten mit schwungvollen Tempi, beeindruckten mit feinen Nuancierungen und kluger musikalischer Gestaltung. Vom virtuosen Gestus des Orchesters unter der Leitung von Frau Hartmann-Trummer ließen sich die Zuhörer bereitwillig in ferne Welten voller Geheimnisse und Überraschungen entführen, bevor sich das Auditorium mit heftigem Applaus eine  rasante Zugabe erklatschte!

Mit großer Spielfreude entführte der Unterstufenchor das Publikum nun in das exotische Land „Rotasia“. Monatelang hatten sich die Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Frau Dörfer auf diese Aufführung vorbereitet: Sprechtexte, Lieder und Tanzchoreografien einstudiert, Bühnenbilder (mit Herrn Nassals professioneller Unterstützung) vorbereitet und orientalisch angehauchte rotglitzernde Kostüme organisiert. Die meisten Rotasia-Songs wurden dabei von der Bigband begleitet (arrangiert von Frau Keiner).

In Rotasia geht es allen gut, jeder kennt jeden und alles ist rot. Doch Prinz Shadi hat ein Buch gefunden, das von den „Ländern der Welt“ erzählt, und er möchte diese Länder finden. In einer wunderschönen Traum-Szene (mit leuchtendem Sternenhimmel und stimmungsvoller Orchesterbegleitung) ermutigt der König seinen Sohn, sich doch auf die Suche zu machen: „Jeder Mensch träumt davon, was ihm das Leben bringt. Glaube fest daran, dass dein Traum gelingt!“.
Zusammen mit einigen Freunden macht sich der Prinz auf den Weg durch den „verbotenen Wald“. Nebel (von einer Nebelmaschine), wirres grünes Licht (von einem Laser), fremdländische Musik  (Tschaikowskys „Arabischer Tanz“, gespielt vom Schulorchester) und das Auftauchen einer zehn Meter langen giftgrünen Riesenschlange ließen ordentlich Spannung aufkommen.
Aber am Ende konnten die „Bunten“ vereint mit den „Roten“  den fetzigen Schlusssong singen: „Wenn aus Fremden Freunde werden, ist das doch ein Grund zu feiern!“.

Der zweite Teil des Konzerts stand unter dem Motto „Love, love, love…“ und wurde von den knapp 60 Sängerinnen und Sängern des Mittel-/Oberstufenchores eröffnet: Angelehnt an das Musikvideo aus dem Jahr 1983 marschierte der Chor singend und schnipsend durch die Zuschauerreihen nach vorne und füllte die Aula mit dem mitreißend vorgetragenen Hit „The longest time“ von Billy Joel. Besonderes Lob verdienen hier die Tenöre des Chors, die die schwierigen, weil hohen und textreichen Passagen mit Bravour meisterten. Ebenso gefühlvoll und in teilweise dramatischen Gestus wurde der eindringliche Song „You’ve got a friend“ (Carole King) vorgetragen, begleitet von Janis Langnau (KS2) am Piano.

„Ich brauche keine Millionen, mir fehlt kein Pfennig zum Glück“ hieß es im Anschluss und der Chor entführte das Publikum in die Welt des Schlagers und Revuefilms der 1930er-Jahre. Bereichert wurde das raumfüllende und trotzdem nuancenreiche realisierte Chorarrangement durch ein apart agierendes Solistenquartett (Andrea Privache, Meike Hillmer, Adrian Munz und Janis Langnau). Den Klavierpart übernahm in gewohnt souveräner Weise Karin Oehler (KS1). Die Zuhörer der vollbesetzten Aula bedankten sich beim Chor mit begeistertem Applaus.

Der Kammerchor – das sind in diesem Schuljahr acht fortgeschrittene Sängerinnen der Stufen 10 bis KS2 – animierte das Publikum bei ihrem Auftritt zunächst zu einem Schmunzeln, da sie, „bewaffnet“ mit Sonnenschirmen und –brillen sowie Picknickdecke die Bühne „stürmten“: Was folgte, hätte sicher auch den „Comedian Harmonists“, die diesen Titel in den 1920er-Jahren sangen, gefallen: „Wochenend und Sonnenschein“ – hier nun einmal in der „Girl-Group“-Variante, glasklar und mit Begeisterung vorgetragen, trotz einiger Erkältungsgeplagten! Jazzige Rhythmen und Harmoniefolgen erklangen dann im anspruchsvoll timbrierten „You are the sunshine of my life“, bei dem Andrea Privache (KS2) das Solo übernahm und die Zuschauer bezauberte.

Unter der Leitung von Katharina Keiner trat die Big Band des GKM an diesem Abend das zweite Mal vor großem Publikum auf.

Sängerin Andrea Privache (KS 2) begrüßte das Publikum im Intro des Eröffnungsstückes „Everybody needs somebody“ und heizte gemeinsam mit den talentierten Musikern die Stimmung im ohnehin bereits warmen Konzertsaale spürbar an. Kaum war der begeisterte Applaus verklungen, erklangen auch schon die ersten Akkorde des Titels „I got you“, dessen Funk-Charakter im weiteren Verlauf durch die Trompeter voll zum Tragen kam. Ganz im Sine des Konzertmottos „love, love, love…“ verzauberte anschließend Adrian Munz (KS 1) – getragen vom exakten Zusammenspiel der Rhythmusgruppe - das Auditorium mit dem Song „Witchcraft“. Eben noch stilsicher im Swing unterwegs, bewegten sich die Instrumentalisten nun im Genre des Poprock und komplettierten das vielseitige Programm mit dem bekannten Titel „I can´t take my eyes off of you“. Dieser Song profitierte vom warmen Klang der Holzbläser und wurde von ihnen zum Lieblingsstück erklärt.

Insgesamt brachten die Instrumentalisten der Big Band sage und schreibe 11 Titel zu Gehör. Nur durch das überdurchschnittliche Engagement dieser jungen Musiker war es möglich, ein derartiges Programm zwischen Klausuren und Abitur zu erarbeiten.

Der letzte Teil des Konzerts führte Big Band und Chor zusammen. Julia Gorges und Jonas Winkler (beide KS1), die den Gesangspart bestritten und erstaunliche „soulige“ stimmliche  Fähigkeiten bewiesen, forderten, unterstützt durch groovende Bläser- und Choreinwürfe , „Respect“ (Aretha Franklin). Den Schlusspunkt bildete „Long train runnin’“, ein Stück, das niemanden kalt lässt, insbesondere da die Solistin Pia Uebele (10c) das nötige „Rock-Feeling“ beisteuerte.

Der Chorus dieses Songs  - „Without love, where would you be now?“ - könnte als Quintessenz dieses Abends gelten, welcher nur deshalb gelingen konnte, weil alle Ausführenden die Liebe zur Musik verbindet, und das war in jedem Augenblick spürbar!

Unser Schulleiter, Herr Brechtelsbauer, bedankte sich zum einen bei den Ausführenden und  besonders bei den Ensembleleitern, ohne deren außergewöhnliches Engagement dieses  Konzert nicht möglich gewesen wäre!

Die Technik-AG (Leitung: Herr Keilbach), kümmerte sich um Bühnanaufbau, Beleuchtung, Tontechnik und Bewirtung und leistete Großartiges! Herzlichen Dank an alle, die zum Gelingen dieses Abends beigetragen haben!

Fachschaft Musik

   

Probenfahrt nach Murrhardt 2016

Die Fahrt nach Murrhardt ist das alljährliche Highlight der Probenarbeit, und so machten wir uns auch in diesem Jahr mit ca. 90 Schülerinnen und Schüler für 2-3 Tage auf den Weg. Erstmals mit dabei: die neu gegründete Bigband. Neben der musikalischen Leitung (Bigband: Frau Keiner, Unterstufenchor: Frau Dörfer, Mittel-/Oberstufenchor und Kammerchor: Herr Strobel) waren auch Frau Regenbrecht, Herr Breckle und Herr Häberle dabei – herzlichen Dank! Nach erfolgreich bewältigten Zugausfällen konnte die Arbeit beginnen. Intensiv wurde für das große Sommerkonzert geübt, auch ein gewaltiges Unwetter am Mittwochabend konnte die Arbeitsatmosphäre und die gute Stimmung nicht stören. Dafür belohnte uns das Wetter am Donnerstag umso mehr: strahlender Sonnenschein lud in den Pausen zum Wikingerschach-, Basketball- und Tischtennisspielen ein, und noch bis spät in die Nacht saßen wir um das Lagerfeuer herum und haben gesungen – ein tolles Erlebnis.
Die Jugendherberge, die wir in den drei Tagen (8.-10.6.) für uns allein hatten, ist ideal sowohl für getrennte Stimmproben als auch für gemeinsame Proben mit mehreren Ensembles. Und so wird es auch im nächsten Jahr bestimmt wieder heißen: Auf nach Murrhardt!

                                                                                                                              B. Dörfer, K. Keiner, A. Strobel