Jazz-Café 2014

Strahlender Sonnenschein – genau die richtige Einstimmung zu einer Neuauflage des Jazz-Cafés unter dem Motto „Soulnight“. Diesmal luden die Jazz-Combo unter der Leitung von Eva Nagl und der Mittel-/Oberstufenchor unter der Leitung von Andreas Strobel zu einem heißen Abend mit vielen bekannten Ohrwürmern und groovigen Rhythmen ein.

Zum beeindruckenden Auftakt standen gleich alle der knapp 80 Beteiligten Schülerinnen und Schülern auf der Bühne: „Dancing in the Street“ von W. Stevenson, passend arrangiert – wie auch viele der weiteren Stücke des Abends – von der Bandleaderin und dem Chorleiter. Das Solo sang souverän Pia Uebele (8c), und der Funke sprang sogleich auf das mitklatschende Publikum über.

Der Chor setzte das Programm fort mit „Unchain my heart“ – wer kennt ihn nicht, den Klassiker, gesungen von Ray Charles? Die herausragende Klavierbegleitung des Chorarrangements erfolgte durch Joana Falk (KS 2), die zusammen mit Karin Oehler (9c) die Korrepetition des Chors an diesem Abend übernahm. Für Percussion war Nils Eberhard (KS2) zuständig. Weiter ging es höchst sprachvirtuos mit Dusty Springfields „Son of a Preacher Man“. Ruhiger und sehr gefühlvoll folgte „I say a little Prayer“ von H. David und B. Bacharach, dessen interessante harmonische Struktur der Chor klar und rhythmisch präzise herausarbeitete.

Mit einem der schönsten Liebesduette der Soulgeschichte wartete nun die Jazz-Combo auf: „Ain’t no Mountain high enough“ (Gesang: Sascha Scherer, KS2, Senta Hartmann, 10b), um gleich darauf die Illusion ewiger Treue wieder zu zerstören: „I heard it through the Grapevine“ – die Geschichte eines Mannes, der von den Seitensprüngen seiner Frau durch die Gerüchteküche erfährt. Sehr prägnant waren dabei der Bläsersatz und die Rhythmusgruppe, und das bei einer Combo, die nur drei „alte Hasen“ in ihren Reihen und sieben in diesem Schuljahr neu hinzugestoßene Mitglieder hat. So wurde das letzte Stück vor der Pause, „Mo‘ better Blues“, zur Bandvorstellung genutzt: Moritz Horvath (7c, E-Bass), Dennis Schuster (7c, Altsaxophon), Johanna Seltenreich (7c, Klavier), Marlene Kronmüller (8e, Posaune), Beke Nikolai (8e, Flöte), Jens Kothe (9c, Trompete),  Phillip Ratschke (10d, E-Gitarre), André Kamlah (KS 2, Schlagzeug).

Der Sprung in die 60er und 70er Jahre war nach der Pause unübersehbar an Sonnenbrillen, Stirnbändern und knallbunten Shirts zu erkennen. Die Ballade „I’ll be there“ von „The Jackson 5“ hat sich im Laufe der Probenzeit zum Lieblingshit des Chores entwickelt, was man an der Begeisterung beim Singen unschwer erkennen konnte. Und wieder „I heard it through the Grapevine“ – doch nun in einer vollständig anderen Bearbeitung. Den strahlenden Abschluss des Chorprogramms stellte „Sunny“ von Bobby Hebb dar, und – pst, nicht verraten – dieses Stück wird in diesem Schuljahr vielleicht noch einmal irgendwo in einem anderen Zusammenhang zu hören sein…

In den letzten 10 Jahren gab es einen Trend zur „Retro-Soul“-Musik, den nun die Jazz-Combo mit „100 Days, 100 Nights“ von B. Mann aufgriff: Warte 100 Tage und 100 Nächte, dann erst kennst du das wahre Herz eines Mannes. Ein wahrhaft packendes Stück, das das Publikum sichtlich mitriss. Und gleich wieder ein Highlight: Vier ehemalige Bandmitglieder (Lea Tischer, Felix Pecher, Sam Baisch, Jens Langnau) stießen zu der jungen Combo dazu und verstärkten den Sound grandios in Amy Winehouse‘ bekanntem Lied „Rehab“. Hier zeigte sich, dass besonders durch die Musik eine Identifizierung mit der Schule entsteht, die über die eigentliche Schulzeit hinaus anhält. Eine tolle Sache! Der absolute Hit „Valerie“, bei dem die Solistin Senta Hartmann ihre Stimmstärke auszuspielen vermochte, stand am Ende des Programms, aber natürlich wurden Chor und Jazz-Combo nicht ohne etliche Zugaben von dem begeisterten Publikum entlassen, die jetzt – befreit von der Anspannung – so richtig groovten.

Zum Ambiente des Jazz-Café gehört auch immer die Bewirtung mit kühlen Getränken und leckeren Fingerfood-Spezialitäten von den Eltern der Klassenstufe 6. Herzlichen Dank auch an Herrn Kailbach mit seiner Technik-AG, an Mathias Nagl am Mischpult und an Herrn Siegle, die tatkräftig zum Gelingen dieses wunderbar auf die Pfingstferien einstimmenden Konzerts beigetragen haben.

   

"Klasse! Wir singen!"

Mit dem Chor in der Porsche-Arena singen? Diese Gelegenheit gibt es nur einmal und so ließen wir uns darauf ein. Wir studierten die unterschiedlichsten Lieder ein - Quatschlieder, alte Volkslieder,
sozialkritische Lieder und Lieder in verschiedenen Sprachen. Dies taten auch viele andere Schulklassen und Chöre aus der Region Stuttgart, so dass dann in der Porsche-Arena ein riesengroßer Chor aus über 2000 Sängerinnen und Sängern gebildet werden konnte. Die "Klasse! Wir singen!" - Band sorgte für den richtigen "groove" und die Lichttechnik für eine beeindruckende Atmosphäre. Dank Nebelmaschinen und Donnergrollen wurde der Auftritt der "zwei kleinen Wölfe" sogar richtig spannend.
Souverän und humorvoll führte Rainer Johannes Homburg, Leiter der Stuttgarter Hymnus Chorknaben, durch das Programm. Initiiert wurde die Aktion von Gerd-Peter Münden im Jahr 2007, um das gemeinsame Singen wieder stärker in den Schulalltag zu integrieren, und seitdem tourt "Klasse! Wir singen!" durch verschiedene Städte in Deutschland. In diesem Jahr war Stuttgart dran - und wir waren dabei!

Britta Dörfer, Leiterin des Unterstufenchors

   

Ein Feuerwerk für Prinzessin Aglaia (27.05.2014)

Eine Musicalaufführung des Unterstufenchores zusammen mit dem Schulorchester

„Wer macht unsere Prinzessin gesund?“ Dies ist die alles entscheidende  Frage im Musical  „Aglaia“ von Peter Handtke, zu dessen Aufführung der Unterstufenchor unter der Leitung von Britta Dörfer und das Schulorchester unter der Leitung von Michaela Hartmann-Trummer eingeladen haben.

Zunächst erinnert der festlich rauschende Beginn aus Händels „Feuerwerksmusik“, souverän und klangvoll vom Schulorchester vorgetragen, und im weiteren Verlauf weitere Teile daraus, die als Bühnenmusik dienen, noch an alte Zeiten im Schloss. 

Doch dann: Trostlose Stille am Hof von König Nepomuk dem 37.. Da der Hofkapellmeister mit der Köchin getürmt ist, fehlt die Musik, die vormals das Schloss mit Freude und Glanz erfüllt hat. Aglaia, die junge Prinzessin (Lina-Marie Fauser), liebt Musik und wird im nun leisen Schloss melancholisch und krank; schließlich verstummt auch sie.

Die Ereignisse werden bei den Bürgern intensiv diskutiert. Auch dem verzweifelten König ist klar, dass Aglaia nur durch einen neuen Hofmusikus wieder zum Lachen gebracht werden kann. So rufen die Herolde aus, dass derjenige die Prinzessin zur Frau und dazu das halbe Königreich bekommen soll, der es schafft, das Herz der Prinzessin zu rühren. Doch das stellt sich als gar nicht so einfach heraus.

Der erste Bewerber, der seinen  Song gekonnt in äußerst lässiger  Hip-Hop-Manier vorträgt, lässt Aglaia völlig kalt. Auch die anderen Bewerber - das stilistische  Spektrum reicht dabei von bluesig angehauchtem Pop („I feel so lonely and blue. I'm thinking only of you.“) über Rock und blumigen Swing („Schau dir den Himmel, die Sonne, die Blumen an“) - schaffen es nicht, dem versteinerten Gesicht Aglaias ein Lächeln zu entlocken. Allein die witzig-bissigen Kommentare der Tiere am Hof sorgen dafür, dass wenigstens das Publikum herzhaft lachen kann. Die Jury, bestehend aus drei Professoren, gibt dagegen vernichtende Urteile ab: Das Prädikat „nett, sehr nett“, das jede Darbietung erhält, sagt alles. Auch die Zusätze „progressiv“, „alternativ“ oder gar „primitiv“ machen die Bewertungen nicht besser, klärt der Hofgelehrte den stets in Reimform sprechenden und überzeugend agierenden Hofnarren (Finn Alpers) immer wieder auf amüsante Art und Weise auf.

Erst als Osiander (Annika Gimpel), ein fahrender Musikus, am Hofe Nepomuks eintrifft, wendet sich das Blatt. Nun wird deutlich, was gute Musik ausmacht: Sie muss von Herzen kommen. Und Osianders Musik kommt von Herzen, denn er merkt sofort, dass er und Aglaia füreinander bestimmt sind. Osianders Gesang erreicht zuerst Aglaia, die miteinstimmt, und wächst schließlich mit dem Einstimmen der Professoren, der Tiere, des Hofstaats und der Bürger zu einem kunstvollen sechsstimmigen Gewebe. Das „Nett, sehr nett“ der drei Professoren hierbei ist jetzt völlig ernst gemeint! Der vollständig versammelte Hofstaat mit Zofen, Diener und Magd ist zwar zunächst noch ein wenig skeptisch, allen voran der überzeugend spielende Zeremonienmeister (Diane Preiß). Doch der kluge König erkennt, wie Aglaia wieder aufblüht, und spätestens beim sich anschließenden sehr gefühlvoll vorgetragenen Duett Aglaias und Osianders  („Seitdem du bei mir bist“)  verfliegen die letzten Zweifel.

So bleibt am Ende nur eines: Die Hochzeitsfeier. Aber das war ja schon vorher klar – denn wie alle gemeinsam gleich zu Beginn gesungen haben, gibt es in jedem Märchen selbstverständlich ein Happy End.

Glücklich waren jedoch nicht nur alle am Hof von König Nepomuk, sondern auch das Publikum, das die Darsteller in ihren fantasievollen und aufwändigen Kostümen und die Musiker des Orchesters mit großem Applaus bedachte: Applaus für einen Frühsommerabend, der die Darbietenden und die Zuhörer gleichermaßen reich beschenkte – ein heiterer Abend voller positiver Eindrücke inmitten stressiger Schultage!

Möglich werden konnten die beeindruckenden Leistungen der jungen Sänger, Schauspieler und Musiker natürlich nur durch intensive Probenarbeit - noch in der Woche zuvor feilte der Unterstufenchor an den letzten Details der Choreografie und Regie in der Jugendherberge in Murrhardt – und die gelungene Kooperation dreier Musiklehrerinnen: Die Gesamtleitung dieses Projekts lag bei Frau Dörfer, Frau Kramer begleitete am Klavier und studierte die Soloparts ein, und last but not least oblag Frau Hartmann-Trummer die Leitung des Schulorchesters.

Zu den Darbietenden im 'Hintergrund' gehörten die Technik-AG unter der Leitung von Herrn Kailbach, ohne deren Unterstützung bei Aufbau, Licht und Ton ein solcher Abend nicht denkbar gewesen wäre, sowie unser Hausmeister Herr Siegle.

Ein herzliches Dankeschön an die Eltern, die ihre Kinder in vielen Bereichen während der Probephase unterstützt haben.

Zu danken ist ebenso der Schulleitung, die die Probenfahrt und so manchen zusätzlichen Probentermin ermöglichte - und den nichtbeteiligten Lehrerinnen und Lehrern für das Verständnis für Zusatzproben und ausgefallene Unterrichtstunden. Es hat sich wahrlich gelohnt!

Andreas Strobel

   

Weihnachtskonzert (18.12.2013)

Eine musikselige Einstimmung auf die Weihnachtszeit

Das diesjährige Weihnachtskonzert fand am 18. Dezember 2013 in der voll besetzten Christuskirche in Korntal statt. Dank des großen Einsatzes vieler unserer Schüler und der Musikkollegen des Gymnasiums Korntal-Münchingen wurde es ein großer Erfolg.

Einen klangvollen Einstieg bot das Nachwuchsorchester unter der Leitung von Frau Hartmann-Trummer. Das folgende Schulorchester zeigte sein großes Können unter anderem bei dem bekannten Stück von L. Anderson „Irish Suite Nr. 1“. Die nun folgende Weihnachtsgeschichte wurde vom Unterstufenchor präsentiert. Unter der Leitung von Frau Dörfer und der Korepetition von Frau Kramer präsentierten die Schüler und Schülerinnen eine wohlklingende Darstellung der Geschichte in einem bunten Mix von Songs, Spirituals und Sprechtexten. Den Abschluss bildete das gemeinsame Lied aller Fünftklässler zusammen mit dem Unterstufenchor mit dem Aufruf „Let's sing a song of Christmas“.

Ganz andere Klänge folgten. Der Mittel- und Oberstufenchor bot verschiedene hebräische Lieder dar, bei dem auch Solisten zum Einsatz kamen. Großen Applaus bekam der Chor auch für die Aufführung der bekannten Weihnachtslieder „Last Christmas“ und „Give love on Christmas Day“, deren Arrangement von Herrn Strobel erstellt wurden. Beschwingt ging es weiter mit der Jazz-Combo (Leitung und Arrangement Frau Nagl). Den Auftritt rettete die Ersatzsängerin Lea Tischer, die für die krank gewordene Hauptsängerin einsprang und sich binnen 24 Stunden für den Auftritt fit gemacht hatte. Neben einem besinnlichen Stück zeigte die Combo ihr Können beim funkigen „Rudolph the red-nosed reindeer“. Als Zugabe führte die Band den Klassiker „Santa Claus is coming to town“ nochmals unter großem Applaus auf.

Zum Ende des Weihnachtskonzertes kamen alle Chöre und Fünftklässler zum Einsatz. Gemeinsam mit der Jazz-Combo wurde – nun in großer Besetzung – das Schlusslied „Give love on Christmas Day“ gesungen. Frau Nollert bedankte sich bei allen Beteiligten für das große Engagement und die musikselige Einstimmung auf die Weihnachtszeit und wünschte allen Anwesenden ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest.

M. Regenbrecht