Norwegen 2014 – Austausch mit Oslo vom 12. bis 17. Mai 2014

Montagmorgen 5.15 Uhr am Flughafen Stuttgart. 18 Mädchen und drei (!) Jungs machen sich mit Frau Plott und Herr Reiser auf den Weg nach Oslo, um ihre Austauschschüler zu besuchen, welche bereits im September am GKM waren.

Nachdem wir uns von unseren Eltern verabschiedet hatten, ging es mit Umsteigen in Berlin nach Oslo. Dort wurden wir bei Regen von vielen neugierigen Blicken der Schüler der Ris Ungdomsskole auf dem Schulhof empfangen. Nach einem kleinen Mittagsessen sahen wir zum ersten Mal seit September unsere norwegischen Austauschpartner wieder. Nachdem uns die Schule gezeigt wurde, ging es für uns erst mal nach Hause, wo wir den Nachmittag zur freien Verfügung hatten. Am Abend traf sich ein Großteil wieder bei einem norwegischen Austauschschüler, bei welchem Unmengen an Pizza gegessen wurden.

Am Dienstag hatten wir das große Glück, dass die meisten Norweger erst gegen 10 Uhr zur Schule mussten. An diesem Tag konnten wir den norwegischen Schulalltag hautnah erleben. So durften wir unter anderem in Deutsch, Mathe und den Fremdsprachen Englisch, Französisch und Spanisch zuschauen. Am meisten beeindruckt hat uns, dass in Norwegen die Schüler ihre Lehrer mit Vornamen anreden. So schnell wie der Schultag begonnen hatte, war er auch wieder vorbei, denn wir gingen erstmals in die Innenstadt von Oslo. Dort angekommen, begann die Stadtrallye. Bei dieser bekamen wir unter anderem das Nationaltheater, das Parlament („Storting“), die Universität und selbstverständlich das königliche Schloss zu sehen. Anschließend ging es für viele zum Döner schlemmen, selbstverständlich in Norwegens bestem Dönerladen.

Während am Mittwoch alle Norweger bei wunderschönem Wetter eine wichtige Norwegischprüfung schreiben mussten, ging es für uns auf die Museumshalbinsel Bygdøy. Den Weg dorthin legten wir teilweise auf dem Boot zurück und konnten so auch einen kleinen Teil des Oslo-Fjords zu Gesicht bekommen. Angekommen auf Bygdøy besichtigten wir das Wikingerschiffmuseum und das Fram-Museum. Abends war erneut ein Großteil, diesmal mit Eltern und Geschwistern, bei einem norwegischen Austauschschüler eingeladen. Statt Unmengen Pizza hieß es dieses Mal Grillen.

Am Donnerstag ging es für uns Deutsche bei Sonnenschein in den Vigelandspark, benannt nach dem Künstler Gustav Vigeland, dessen mehrere hundert Skulpturen dort bewundert werden können. Anschließend ging es zurück zur Schule, wo wir noch kurz auf unsere Austauschpartner warteten und dann zum circa 30 Minuten entfernten Sognsvann See wanderten. Dort hieß es dann für die Meisten: Grillen die Zweite. Es wurden also erneut unvorstellbare Mengen an Hot Dogs verdrückt, bevor wir dann schnell gehen mussten, da es anfing zu regnen.

Freitag war unser letzter ganzer Tag in Oslo, den wir erst mal mit einem ausgiebigen Fußball-Turnier begannen. Danach ging es für uns zur Skisprungschanze Holmenkollen mit Skimuseum. Die meisten zog es direkt auf die Aussichtsplattform. Von dort hatte man einen fantastischen Blick auf Oslo, den Oslo-Fjord mit seinen vielen Inseln und die riesigen Wälder um Oslo herum. Einige ließen sich auch den Skisprungsimulator nicht entgehen. Der Nach-mittag stand, wie meistens, zur freien Verfügung. Manche zog es wieder in Oslos Innenstadt, andere ließen es sich zu Hause mit ihren Austauschpartnern gut gehen.

Samstagmorgen war es leider Zeit Abschied zu nehmen, denn für uns hieß es: Zurück nach Deutschland. Dennoch war es für uns und die Norweger eine sehr interessante Zeit. Für die Norweger war allerdings der Samstag auch ein sehr besonderer Tag, denn der 17. Mai ist Norwegens Nationalfeiertag, der in Oslo mit einer großen Parade gefeiert wird. Hinzu kam, dass dieses Jahr das 200-jährige Unabhängigkeitsjubiläum von Dänemark war.

Bei einigen Austauschpartnern bestehen bereits Pläne für den nächsten Besuch in Oslo.

Abschließend möchten wir uns noch bei Frau Plott und Herr Reiser bedanken, die uns auf unserer Reise nach Norwegen begleitet haben.

Fabian Saße, 10A

    

Frankreich 2014 – Austuasch mit Vaux-le-Pénil vom 24. bis 28. März 2014 mit Frau Schroth und Herrn Hauser

Nachdem uns unser Busfahrer „Sheriff“ sicher nach Vaux-le-Pénil gebracht hatte, begannen 6 Tage Spaß, Action, Abenteuer und Schlemmen für 23 Schüler aus der Klassenstufe 10 und der Kursstufe 1. Nach einer gelungenen Willkommensparty mit klasse Stimmung verbrachten wir Schüler den Sonntag in unseren Familien, beispielsweise beim Lasertag spielen, in Disneyland oder im charmanten Paris. Am Montag hatten wir die einmalige Gelegenheit, einen französischen Schultag hautnah in seiner vollen Länge mitzuerleben. Als wir am nächsten Morgen erwachten, war es bitterkalt, was uns jedoch nicht davon abhielt, eine Stadtführung im mittelalterlichen Provins zu unternehmen. Nachdem uns der arktische Wind um die Ohren gepfiffen hatte und die Kälte in unsere Kleider kroch, wärmten wir uns in einer wohlig warmen Crêperie, bei Crêpe, Brioche, Café, Kakao und Tee auf. Das absolute Highlight des Tages war das Wappen basteln.                                                                                            

Tags drauf fuhren wir nach Paris, in die Stadt der Liebe und des Lichts. Nachdem wir Models vor dem Eiffelturm posiert hatten, machten wir einen kurzen Stopp beim Arc de Triomphe, um dann weiter zum Louvre zu fahren, wo wir uns trennten. Einige gingen shoppen, andere bildeten sich durch einen Besuch im Louvre weiter, um das geheimnisvolle Lächeln der Mona Lisa zu bewundern. Der letzte gemeinsame Tag brach an. Mit Vogelgezwitscher und Sonne auf den Feldern fuhren wir zum wunderschönen und pitoresken Schloss Fontainebleau. Hier wohnten bedeutende Persönlichkeiten der französischen Politik wie König Heinrich und Napoleon Bonaparte. Danach genossen wir den sonnigen Tag im blumigen Schlossgarten. Der Tag ging für uns jedoch noch weiter mit einem Besuch in der Macarons-Fabrik. Hier werden die Macarons de Réau in familiärer, regionaler Produktion hergestellt. Die Vorführung, die wir bekamen, war super interessant und die Kostprobe ein Traum. Mit prallen Bäuchen, Helene Fischer in den Ohren und vollen Einkaufstüten verließen wir die Fabrik in Richtung zuhause. Unser letzter Tag war vorbei und am nächsten Tag traten wir traurig den Heimweg an. Nachdem uns der sympathische und kontaktfreudige Busfahrer wieder nach Deutschland gefahren hatte, konnten wir die Woche mit vielen wichtigen und neuen Erfahrungen und Eindrücken abschließen.

Caroline Ocker, Madeleine Busch, Alana Voelkert, Hannah Wather, Lara Vogt

 

     

USA-Austausch des GKM mit der Cameron County High School in Emporium, Pennsylvania

Abschied
9-11 Memorial

Am 19.10.13 um 7.00 Uhr war der erste Treffpunkt unserer Gruppe am Flughafen in Stuttgart. Wir 16 Schüler und Schülerinnen waren schon voller Vorfreude, als unsere Lehrerinnen zu uns stießen. Nach einem kurzen Check-in verabschiedeten wir uns schnell von unseren Eltern, damit unsere Reise nach Pennsylvania endlich beginnen konnte.

Im Anschluss an den langen Flug nach Newark hatten wir drei Stunden Aufenthalt am Flughafen, in denen wir uns schon mal ein bisschen an den amerikanischen Slang gewöhnen konnten. Der Flug nach Pittsburgh dauerte nur eine Stunde, wo uns die amerikanischen Lehrerinnen herzlich in Empfang nahmen. Die drei Stunden im Auto auf dem Weg nach Emporium waren schnell vorbei und wir wurden dort sofort in die Arme unserer Austauschfamilien geschlossen. Der Tag endete dann sehr zügig, da alle auf der langen Anreise wenig geschlafen und mit dem Jetlag zu kämpfen hatten. 

Das Schulleben

Der erste Schultag an unserer Schule für die nächsten zweieinhalb Wochen war stressig. Alle waren müde und erschöpft von der lange Reise, als die Schule um 8 Uhr begann. Da wir niemand richtig kannten, war es schwierig für uns, uns in der neuen Schule einzufinden. Doch durch die Gastfreundlichkeit der Amis war dies jedoch nach kurzer Zeit kein Problem mehr. Auch der Rektor der Cameron County High School, die mehr als 400 Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren besuchen, empfing uns freundlich in der Deutschklasse und erzählte uns von seinen Reisen nach Deutschland.

In der Schule war alles anders. Die Schüler dürfen erst kurz vor Unterrichtsbeginn in die Klassenzimmer. Davor müssen sie alles bis auf Stift und Buch in ihrem Schließfach verstauen. Eine Schulstunde dauert 42 Minuten und in den 3 Minuten Pause bis zum nächsten Unterricht müssen die Schüler Bücher und Klassenzimmer für das nächste Fach wechseln. Zur Mittagszeit gibt es Mittagessen in der Kantine. Außerdem müssen die Schüler in der Schule bleiben und dürfen das Gelände nicht verlassen. Im "Homeroom" werden nach dem Essen alle Hausaufgaben erledigt. Zur Verwunderung aller deutschen Schüler ist es erlaubt, während dem Unterricht sein Smartphone zu benutzen. Es gibt auch keine mündlichen Noten, trotzdem war es durchgehend still im Klassenzimmer. Jeder Schüler hat seinen eigenen Stundenplan und täglich dieselben Schulfächer. Für alle Schüler endete der Unterricht um 15:10 Uhr, woraufhin es mit Schulbussen, zu Fuß oder mit dem eigenen Auto nach Hause geht. 

… Und nach der Schule

Während unseres Aufenthalts in den USA hatten wir natürlich neben der Schule auch noch viel Freizeit in Emporium, die wir entweder mit unseren Austauschpartnern und deren Freunden oder mit unserer Gastfamilie gestalteten. Das heißt natürlich, dass die Zeit außerhalb der Schule je nach Schüler unterschiedlich gestaltet wurde. Einer der USA-Reisenden kam beispielsweise in eine Familie, die 20 Meilen entfernt von Emporium lebt, weshalb seine Austauschpartnerin und er am Wochenende meist etwas mit ihrer Familie unternahmen oder unter der Woche eine der Jugendgruppen besuchten, die von der Kirche organisiert sind.

Unter der Woche füllte die Schule fast den kompletten Tag, doch es gab im Anschluss auch verschiedene Angebote und Gruppen, wie zum Beispiel die Theatergruppe. An den Wochenenden ging es dann meist mit der Gastfamilie auf Ausflüge, beispielsweise in ein altes Fort aus dem Unabhängigkeitskrieg. Einige von uns waren bei einem wunderschönen Aussichtspunkt, „The Top of the World“, – von dort oben kam man sich wirklich vor, als ob man auf die Welt herunterblickt. Des Weiteren gab es natürlich auch viele Sportveranstaltungen, unter anderem zwei Volleyball-Spiele und ein American-Football-Spiel, bei denen die meisten der USA-Reisenden mit ihren Partnern waren. Die beiden Volleyball-Spiele fanden in der Sporthalle der Cameron-County-High-School statt und wurden von der Mädchen-Mannschaft des Volleyball-Teams bestritten. Das Football-Spiel hingegen war in einem Ort, welcher 3 Stunden von Emporium entfernt war. Es handelte sich dabei um das letzte Spiel der Football-Saison, weshalb die Stimmung dementsprechend gut war, v.a. weil „unsere“ Mannschaft gewann J. Gab es am Wochenende mal keinen Sport, so sind die meisten entweder in eine Shopping Mall, ins Kino, wandern oder zu Freunden gegangen. 

Niagara-Fälle/ New York

Am Dienstag, den 5.11. kamen wir alle wie immer mit unseren Austauschpartnern um 8 Uhr in die Schule, aber dieses Mal nicht, um den Unterricht zu besuchen, sondern um unsere Weiterreise zu den Niagarafällen und nach New York anzutreten. Nach einer tränenreichen Verabschiedung fuhren wir ca. drei Stunden mit dem Bus zur kanadischen Grenze. Schon von hier aus konnte man die Fälle erahnen, richtig spektakulär wurde es aber erst später. Wie man es von unzähligen Bildern kennt, stürzen sich die Wassermassen in die Tiefe, was beeindruckend und beängstigend zugleich sein kann: Von unserem Busfahrer erfuhren wir, dass sich die sogenannte „Todesgrenze“ schon viel weiter den Fluss hinauf befindet. Fällt man hinter dieser ins Wasser, hat man praktisch keine Chance mehr.

Die Umgebung der Fälle hatten wir uns allerdings etwas anders vorgestellt: Direkt neben den Fällen begann die Stadt mit jeder Menge Touristenattraktionen. Dort konnten wir dann auch die Freizeit, die wir nachmittags hatten, verbringen. Kurz nach 17 Uhr überquerten wir die Grenze wieder und fuhren zu unserem nahegelegenen Hotel in Buffalo.

Am nächsten Tag ging es schon morgens um 6 Uhr mit Shuttlebussen zum Flughafen, um 9. 30 Uhr landeten wir dafür aber auch schon in New York! Schon vom Flugzeug aus konnten wir einen ersten Blick auf die Skyline von Manhattan und die Freiheitsstatue werfen. Mit Shuttlebussen erreichten wir unser Hotel, das mitten in Manhattan zwischen dem Central Park und dem Times Square lag.

Gleich nachdem wir unser Gepäck abgeladen hatten, gingen wir auch schon wieder los: Um uns einen Überblick zu verschaffen, schauten wir zuerst vom „Top of the Rock“, dem höchsten Gebäude des Rockefeller Centers, von oben auf Manhattan. Es war eine tolles Gefühl, den Blick, den man aus so vielen Filmen kennt, in Wirklichkeit zu haben, den Central Park auf der einen Seite und das Empire State Building auf der anderen Seite zum ersten Mal aus der Nähe zu sehen. Natürlich entstanden hier gefühlte tausend Bilder. Weiter ging es an der Eisbahn des Rockefeller Centers, ebenfalls ein Schauplatz vieler Filme, vorbei zur St. Patricks Cathedral, zur Grand Central Station, dem Schauplatz von z.B. „Madagaskar“, und zur New York Public Library, wo z.B. „Sex and the City“ spielt. Später hatten wir Freizeit, um in der Gegend des Times Square ein bisschen shoppen zu gehen. Ein weiter Höhepunkt des Tages war der Musical-Besuch am Abend. Selbst diejenigen von uns, die vorher keine Spiderman-Fans waren, waren es spätestens nach der Vorstellung.

Am Donnerstag besichtigten wir Uptown. Wir liefen durch den Central Park am John-Lennon-Memorial vorbei zum Metropolitan Museum of Arts, wo wir Zeit hatten, uns selbstständig umzusehen. Mit dem Bus fuhren wir später die 5th Avenue entlang, wo wir am berühmten Juwelier Tiffany, einigen vielleicht bekannt aus „Frühstück bei Tiffany’s“, vorbeikamen. Nachmittags hatten wir Freizeit, die die meisten von uns zum Shoppen nutzten.

Am Freitag stand Downtown auf dem Programm. Als erstes besichtigten wir das 9/11-Memorial. Es war sehr bewegend. Später liefen wir über die Wall Street, bevor wir mit der Staten-Island-Fähre fuhren, um uns die Freiheitsstatue und Ellis Island aus der Nähe anzusehen. Bevor wir den Blick von der Brooklyn Bridge bei Abenddämmerung genossen, hatten wir noch einmal Freizeit, um uns je nach Interesse Viertel wie Chinatown oder Little Italy selbstständig anzuschauen. Die Aussicht von der Brooklyn Bridge wurde nur noch von der vom Empire State Building herunter, die wir anschließend hatten, getoppt. Weit unter uns breitete sich ein schier unendliches Meer von Lichtern aus, wie wir es noch nie gesehen hatten. Leider war es aber sehr kalt, sodass wir nicht sehr lange auf der Aussichtsplattform bleiben konnten. Auch an diesem Abend hatten wir dann noch einmal Freizeit.

Tja, der nächste Tag war dann leider auch schon wieder der letzte. Wir hatten den ganzen Morgen Freizeit, bis wir uns um 13.00 Uhr trafen, um zum Flughafen zu fahren. 

Am 10.11.13 kamen wir alle ganz erschöpft und übermüdet um 8.30 Uhr wieder am Flughafen in Stuttgart an. Nachdem wir unsere Koffer in Empfang genommen hatten, hieß es schnell raus zu unseren Familien. Wir hatten viel zu erzählen, Erfahrungen zu teilen und Bilder zu zeigen. Aber alle waren wir uns eindeutig sicher, diese Reise werden wir so schnell nicht mehr vergessen!

Vielen lieben Dank noch einmal an unsere tollen Lehrerinnen, Frau Arcularius und Frau Stahl, die immer mit guter Laune und vollem Engagement unsere Reise super organisiert haben. Auch dort waren sie immer für unsere Belange da und wir hatten alle viel, viel Spaß miteinander.

Pascal Diemer,  Anna Löw, Jens Kappler, Julian Klatte, Martin Poeppel, Hannah Walther

Brooklyn Bridge
Central Park
Emporium von oben
Football
Grand Canyon of Pennsylvania
Top of the Rock (Gruppenfoto)
Niagara Falls
Schulpullis
World Trade Center - Freedom Tower

     

Schüleraustausch mit Taichung/Taiwan (26.10. - 8.11.2013)

Schon vor Sonnenaufgang traf sich die 21-köpfige Gruppe am Bahnhof Korntal. Etwa 20 Stunden sollte die Reise nach Taichung dauern. Unser Programm über die zwei Wochen in Taiwan war sehr schön und vielseitig. In der Millionenstadt Taichung  wurden wir an der Feng-Yuan Senior High School von äußerst freundlichen Lehrern und den Gastfamilien empfangen, die es sich zum Ziel gemacht hatten, uns in den folgenden Wochen mit den Wundern und Traditionen von Taiwan zu beeindrucken. Aber nicht nur Lehrer und Gasteltern nahmen uns mit Begeisterung auf, die gesamte Schülerschaft der Schule teilte ihre Einstellung. So landeten wir aufgrund von häufigen Anfragen seitens der Taiwanesen auf einer beeindruckenden Anzahl Fotos und hatten die Ehre, von vielen Klassen der Schule einiges Interessantes  über die Kultur, Feste und das Kunst des Schreibens von Schriftzeichen unterrichtet zu werden. Die Gastfamilien beeindruckten durch ihre Gastfreundlichkeit und Hingabe, uns diese zwei Wochen möglichst schön zu gestalten, Kosten von Gastgeschenken scheuten sie nicht. Darüber hinaus genossen wir einen fünftägigen Aufenthalt in der Mitte der Insel am Sun Moon Lake sowie im Süden Taiwans in der Großstadt Kenting. Der See bezauberte unsere deutsche Gruppe durch sein wunderschönes Blau, sowie durch die dschungelähnliche Umgebung. Mit Aktivitäten wie einer Disko und der Möglichkeit des Paintballspielens rundeten unsere Gastgeber den Aufenthalt dort ab; ein Erdbeben dort der Stärke 6,2 erschreckte uns zwar im ersten Moment, schien uns aber im Nachhinein als passende Ergänzung zu unserem Aufenthalt in Taiwan. Vom Sun Moon Lake ging es weiter nach Kenting, mit dem Boot auf der Suche nach Austern und später rein in das Nachtleben des atemberaubenden Night Markets. Wir bestaunten die Natur des Strandes (schwarzes Lavagestein) ebenso wie die des Nationalparks nahe Kenting.

Nach diesem Ausflug in den Süden der Insel schlossen sich weitere drei Tage mit Programm an der Schule an. Sogar ein teures Abendessen im Restaurant wurde für die komplette, am Austausch beteiligte Schülergruppe  organisiert. Abgeschlossen wurde unser Aufenthalt mit einer Reise nach Taipei, der riesigen Hauptstadt Taiwans mit fast 10 Millionen Einwohnern. Auch hier wurde uns ein vielfältiges Programm geboten: ein beeindruckend großer Freizeitpark mit einer ebenso beeindruckend großen Achterbahn, mehrere Ausflüge auf den Night Market, ein Besuch des Nationalmuseums mit der der größten chinesischen Kunstsammlung weltweit. Den Abschluss der Reise bildete der Besuch des Taipei 101, ehemals das höchste Gebäude der Welt mit über 500 Metern Höhe. Allein der Ausblick auf die Riesenstadt machte den Tag unvergesslich. Spät abends ging es für uns zurück nach Deutschland, begleitet von Erinnerungen an die vielen schönen Momente und von bereits auftretendem Fernweh in den Herzen einiger unserer Schüler.

Im Juli 2014 kommen unsere taiwanesischen Austauschpartner nach Korntal. Wir werden uns sehr anstrengen müssen, die überwältigende Gastfreundschaft, die wir genießen durften, entsprechend zu erwidern.

Auch wenn der wenige Schlaf, die ungewöhnlichen Speisen sowie ein Programm, wie es nur Asiaten planen können (bis zu 14 Stunden Abenteuer und eine beängstigend geringe Zahl an Pausen) manchmal anstrengend war, bereute keiner die Teilnahme an dieser Reise, die ja auch unsere Herbstferien „kostete“. Im Gegenteil: Wir können allen Schülern, die gerade die siebte bis neunte Klasse besuchen und Lust auf Abenteuer und fremde Kultur haben und keinen Wert auf  Entspannungsurlaub legen, die Teilnahme an dem in zwei Jahren erneut stattfindenden Austausch mit wärmstens und voller Überzeugung empfehlen.

Alexander Konrad, KS 1, Maximilian Rose 10 A