Footprints (04. Juli 2013)

Ein ganz besonderes Sommerkonzert 

„Footprints“ – so lautete das Motto des Sommerkonzerts, das die Fächer Religion und Musik gemeinsam am 04. Juli in der Aula des GKM zur Aufführung brachten. Mit Musik, Texten und Bildern wurde aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet, welche kleinen und großen Spuren Menschen auf der Erde hinterlassen. Aus den vielfältigen Beiträgen entstand ein kurzweiliger Abend, bei dem das zahlreiche Publikum bestens unterhalten, aber auch zum Nachdenken angeregt wurde

Der erste Teil des Abends widmete sich dem Aspekt „Die Schöpfung – eine Fußspur Gottes?“. Schülerinnen des Grundkurses Religion  (Leitung: Julia Ritthaler) trugen die Schöpfungsgeschichte vor, die durch Projektionen selbstgemalter Bilder stimmungsvoll illustriert wurde. Der Mittel-/Oberstufenchor (Leitung: Christine Kramer) besang das Thema gefühlvoll und schwelgerisch mit „Look at the world“ und „All things bright and beautiful“ von John Rutter. Zum Abschluss des Auftritts erklang das kraftvoll vorgetragene  „Festival Alleluja“ von Roger Emerson. 

Die Moderatorinnen Caroline Ocker, Elisabeth Vollmann und Alana Völkert der Klasse 9b führten die Gäste routiniert durch das Programm des Abends. Im folgenden Teil des Konzerts ging es um das Zusammenwirken von Mensch und Natur. Der Grundkurs Religion präsentierte selbstfotografierte Naturaufnahmen, untermalt von Johann Sebastian Bachs „Air“ aus der Orchestersuite D-Dur, die von Nina Walther auf der Flöte feierlich und klangschön dargeboten wurde. Das Orchester wagte sich anschließend an einen Klassiker der Orchesterliteratur: „Die Moldau“ von Friedrich Smetana. Unter dem zupackenden Dirigat von Michaela Hartmann-Trummer meisterten die Schülerinnen und Schüler das anspruchsvolle Stück und brachten die verschiedenen Stationen des Flusses – von den leise plätschernden Quellen über die beschwingte Bauernhochzeit bis zu den bedrohlichen Stromschnellen – mit ausgewogenem und stellenweise strahlend vollem Orchesterklang zum Ausdruck. Illustriert wurde der musikalische Vortrag durch Naturaufnahmen der Film-AG.

Aber auch die negativen Abdrücke der Menschen, die durch Umweltverschmutzung, Energieverschwendung oder unreflektiertes Konsumverhalten entstehen, wurden zur Sprache gebracht. Dabei gelang es den Schülerinnen und Schülern der Klassen 5a und 7d (Leitung: Frau Dr. Froese), das ernste Thema  durchaus mit einem Funken Humor vorzustellen, so dass  der eine oder andere Lacher im Publikum nicht ausblieb. Die Kursstufe I präsentierte auch zu diesem Thema eine bewegende Bilder-Kollage. Den Wunsch nach Veränderung dieser negativen Entwicklungen brachte der Mittel-/Oberstufenchor durch den schwungvollen Vortrag des Evergreens „Wind of change“ zum Ausdruck. 

In der Pause hatte das Publikum Gelegenheit, Info-Plakate der Klasse 9d, die auch das Bühnenbild gestaltet hatte, anzuschauen, und die Bewirtung der SMV zu genießen. Anschließend trat der Unterstufenchor unter Leitung von Andreas Strobel auf, stellenweise unterstützt durch Annalena Frank und Marlene Kronmüller (7e) an der Cajon. Unter dem Motto „Künstlerische Spuren: Literaten und Komponisten“ wurden zunächst mehrere jazzig angehauchte Chorlieder von W. Kleinbueb vorgetragen, die Gedichte berühmter Literaten zur Vorlage hatten. Der Chor glänzte dabei durch Präsenz und vollen Stimmklang; auch stellten verschiedene Solistinnen ihr Können unter Beweis. Andreas Strobels groovendes Arrangement des Rapstücks „Everything’s gonna be alright“ von Sweetbox griff Bachs Air als roten Faden des Abends wieder auf. Der Höhepunkt des Auftritts war zweifellos „Rock me, Amadeus“ von Falco, bei dem der Chor durch kraftvolle und präzise gerappte Passagen das Publikum mitriss. Auf den begeisterten Applaus der Zuhörer folgte als Zugabe „Thank you for the music“ von ABBA. 

Den Zuschauern wurde im Anschluss an die mitunter nachdenklich stimmenden Beiträge  die Möglichkeit geboten, selbst einen „positiven Abdruck“ zu hinterlassen: Schülerinnen der Klasse 9a (Frau Pineda) stellten ein Spendenprojekt für die „Darjeelinghilfe“ vor, für das an dem Abend Spenden in der stolzen Höhe von 593,50 Euro eingingen. Zum Abschluss des Abends trugen Orchester und Chöre gemeinsam den fetzigen Song „Let the sunshine in“, der mit seiner positiven Energie zu lang anhaltendem Applaus im Publikum führte.

Ein großes Lob an die vielen Beteiligten, die zu diesem gelungenen Abend beitrugen: die vielen Musikerinnen und Musiker, die SMV, die Klassen 5a, 7d, 9a, 9b, KS I, die Film-AG und nicht zuletzt die Technik-AG, die zuverlässig für Ton und Licht sorgte! 

E. Herold

     

Jazz-Café (10.5.2013)

Jazz-Café 2013 – das hieß volles Haus, gute Stimmung, beste Bewirtung durch die Sechstklässler-Eltern und natürlich Musik vom Feinsten!

Den Auftakt dieses Jahr machte – und das war sozusagen eine „Premiere“ in dieser Veranstaltungsreihe – der Unterstufenchor unter der Leitung von Andreas Strobel. Die knapp 50 jungen Sängerinnen und Sänger der Klassenstufen 5-7 präsentierten jazzige Chorlieder aus der Feder von Wieland Kleinbub und beweisen damit, wie frisch und interessant Jazz in eher ungewöhnlicherer Besetzung daherkommen kann.

Nach diesem „Ohröffner“ ging es weiter mit den Hauptakteuren des Abends, der Jazz-Combo unter der Leitung von Eva Herold, auf die die Zuhörer natürlich besonders gespannt warteten: Lea Tischer und Laima Prieditis (Gesang), Sam Baisch (Bass), Felix Pecher (Gitarre), Janis Langnau (Klavier), André Kamlah (Schlagzeug), Vanessa Flößer (Flöte) und Marlene Kronmüller (Posaune). Der sehr gut aufeinander eingespielte „Mannschaft“ gelang es dann auch recht schnell, das Publikum mitzureißen. Das lag zum einen an bewähren Klassikern des Jazz-Combo-Repertoires wie „Street life“ von „The crusaders“, zum andern an überzeugenden und sauberen Interpretationen von Standards wie „So what“ (Miles Davis) oder „Angel Eyes“ mit interessantem Scat-Solo (Lea Tischer) sowie überraschendem Gitarren-Mittelteil (Felix Pecher). Doch auch neuere Titel fanden sich im Programm: Die Sparte R&B wurde durch „Rehab“ von Amy Winehouse vertreten und die aktuelle Jazzszene durch „That man“ (Caro Emerald). Dieser Titel bildete dann auch die Zugabe, bei der das Publikum nicht mehr zu halten war und begeistert mitklatschte. Alles in allem eine sehr respektable Leistung, die natürlich nur durch gute und intensive Probenarbeit und viel Engagement der Musiker zu erreichen ist!

Eine weitere Neuheit des diesjährigen Jazz-Cafés war die sich anschließende „offene Bühne“, deren Akteure den Abend abwechslungsreich und stilvoll abrundeten. Zu hören waren zunächst aktuelle Pop-Titel in ganz unterschiedlichen Besetzungen. Nils Eberhard, Sam Baisch, Senta Hartmann, Felix Pecher und Sascha Scherer ließen die Zuhörer aufhorchen und überzeugten durch ihre deutlich wahrnehmbare Freude am gemeinsamen Spiel.  Den folgenden Programmpunkt bildete ein Posaunenensemble aus Hemmingen, das Ohrwürmer wie „New York, New York“ oder „Fluch der Karibik“ in kräftigem „Bläsersound“  präsentierten. Laima Prieditis (KS2) setzte den Schlusspunkt mit zwei selbstbegleiteten Soloballaden und entließ das Publikum in den Abend.

Ein solch gelungenes Konzert wäre natürlich nicht möglich gewesen ohne die Hilfe der Akteure im Hintergrund: Ein besonderer Dank geht deshalb an die Technik-AG (Bühne, Aufbau, Licht), an Mathias Nagl (Mischpult) und an unseren Hausmeister, Herrn Siegle! 

Andreas Strobel

   

Weihnachtskonzert 2012

Es gibt in der Vorweihnachtszeit immer wieder diese Momente zwischen hektischem Geschenke Einkaufen, dem Gerangel auf den Weihnachtsmärkten und den schrillen Lichtern der Weihnachtsdekorationen, in denen sich ein wohlig-warmes Gefühl im Bauch ausbreitet und einen

wieder daran erinnert, was Weihnachten vor allem bedeutet: Gemeinschaft. Das Weihnachtskonzert des Gymnasiums Korntal am 19.12. in der Christuskirche bot seinem buntgemischten Publikum viele dieser Momente. Die Zuschauerreihen waren gut gefüllt mit Schülern, Lehrern, Familien und

Verwandten, um sich zusammen in der Vorweihnachtszeit musikalisch zu erfreuen. Die Musikstücke waren äußerst abwechslungsreich gewählt und boten den gut gelaunten Zuhörern von besinnlichen

Tönen bis schwungvollen Liedern ein breites Programm. Den klassischen Einstieg beging das Schulorchester, dasmit Stücken aus den „Zwei (!) Jahreszeiten“ von Vivaldi vom Herbst passend in den Winter führte. Das folgende Quodlibet des Unterstufenchors, bei dem das bekannte Lied „Jingle Bells“ in unterschiedlichen Varianten vorgesungen wurde, erfuhr noch lange nach dem Konzert nur lobende Worte für so viele originelle Interpretationen. Eine Premiere der besonderen Art war der Chor der Fünftklässler, die als Neuankömmlinge am Gymnasium Korntal zum ersten Mal beim Weihnachtskonzert dabei waren. Unterstützt vom Mittel-Oberstufenchor präsentierten sie mit viel Begeisterung ein „Weihnachtswiegenlied“. Doch auch alleine zeigte der Mittel- und Oberstufenchor, dass er von beschwingten („Give me that old time religion“) bis hin zu leisen Tönen (Chanukka-Song: „We are lights“) Vielfältiges anbieten konnte. Modern und frisch ging es weiter mit der „Jazz-Combo“, die sowohl rein instrumental als auch mit ihrer Solosängerin mehr als nur überzeugen konnte. Zum Abschluss vereinten sich alle kleinen und großen Künstler des Abends zu einem einzigen Chor, zu dem sich auch spontan Zuschauer gesellten, um ihr treues und frohgestimmtes Publikum mit einem letzten Lied in den dunklen Abend zu verabschieden. Die Schüler zeigten sich durchgehend begeistert, sehr engagiert und auch die Größe der einzelnen Chöre und Orchester zeigt deutlich die Freude einer großen Zahl an Lehrern und Schülern, ihr kreativ-musisches Talent ausleben zu dürfen. Darüber hinaus unterstrich das konstruktive Zusammenspiel der unterschiedlichen Schülergenerationen, dass nicht nur die Klassen-, sondern auch die Schulgemeinschaft für die Schüler und Lehrer von großer Bedeutung ist. Lächelnde Gesichter, wippende Füße und Köpfe sowie jede Menge Applaus zeugten davon, dass auch auf die Zuhörer diese Freude an Kreativität und dem Beisammensein übergesprungen war. Genau diese Momente sind es, die die Weihnachtszeit so wertvoll machen. So bleibt am Ende nur noch einmal allen zu verkünden, was auch der letzte und größte Chor seinen glücklichen Zuhörern voller Enthusiasmus wünschte: Feliz Navidad!

S. Strasser

   

22. September 2012

50 Jahr Rede Charles de Gaulle an die deutsche Jugend

Mit diesen schönen Eindrücken ging das Deutsch-Französische Chorprojekt am Samstag, den 22.September im Ludwigsburger Schloss zu Ende. Auf der selben Bühne, auf der am Vormittag der französische Staatspräsident Francois Hollande und Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel an die vor 50 Jahren (auf Deutsch!) gehaltene, eindrucksvolle Rede von Charles de Gaulle an die deutsche Jugend erinnerten, durfte auch unser Mittel-Oberstufenchor zusammen mit den Schülern des College Villon aus Mulhouse  auftreten, unterstützt von professioneller Bühnentechnik, was ein ganz besonderes klangliches Erlebnis war.

30 französische Schülerinnen und Schüler und drei Lehrer aus Mulhouse (Elsass) waren für fünf Tage bei Korntaler und Münchinger Familien und bei Frau Schroth zu Gast. Drei Tage lang gab es jeden Morgen Chorproben zusammen mit dem Mittel-Oberstufen-Chor unter Leitung von Frau Kramer und Frau Bento.  Am Klavier wurde der Chor von Joana Falk und dem französischen Pianisten Elise (Schreibweise?) bei den Proben begleitet und auch am Ende bei der Aufführung.                                                  Großes Kompliment für diese Leistung!

Der Anlass für diesen Festakt war und ist etwas ganz Besonderes, vor 50 Jahren, begann mit der Rede von Charles de Gaulle an die deutsche Jugend die Deutsch-Französische Freundschaft nach zwei Weltkriegen und jahrhundertelanger Feindschaft zwischen Deutschland und Frankreich. Die sehr sehenswerte Ausstellung zu Charles de Gaulle und Bundeskanzler Adenauer und  ist im Ludwigsburger Schlosshof noch zu sehen.

Ganz herzlichen Dank  möchte ich als Chorleiterin allen Familien aussprechen, die französische Gäste aufgenommen haben und die dadurch dieses deutsch-französische Begegnungs- und Chorprojekt erst möglich gemacht haben, merci beaucoup!

Christine Kramer