Mai 2012

Fahrt nach Oslo (12. - 18. Mai 2012) 

Samstag morgen, fünf Uhr. Der Stuttgarter Flughafen wird von 20 Schülern der Klassenstufe 9 erobert. 

Am 12. Mai 2012 machten wir uns zusammen mit Frau Neudeck und Herrn Reiser auf den Weg Richtung Norwegens Hauptstadt Oslo. Dort wurden wir schon am späten Vormittag von den norwegischen Austauschschülern und ihren Eltern in Empfang genommen. In den darauf folgenden zwei Tagen gab es dann Programm in den Familien, das von Grillpartys über Bootstouren bis hin zum Ausflug in Vergnügungsparks ging. 

Auch wenn es aufgrund anfänglicher Schwierigkeiten, sich in das nordische Leben einzufühlen, nicht immer einfach war, waren doch die meisten Gastschüler in ihrer Familie glücklich.

Unter der Woche hatten wir ein organisiertes Programm, meist mit den Austauschpartnern, die wir auch durch den norwegischen (etwas anderen) Schulalltag begleiten durften. Wir wurden sogar in der Schule LIEBEVOLL von unseren Lehrern - passend zum Schulnamen Ris Ungdomsskole“ - mit Reis bekocht. Wir besuchten in fünf Tagen die wichtigsten, schönen Sehenswürdigkeiten Oslos, wie die Skisprungschanze Holmenkollen, das Wikingerschiffsmuseum, das Fram-Museum über die Südpolexpedition und den Skulpturenpark von Oskar Vigeland. Sehr interessant an unseren Ausflügen waren die Erläuterungen auf Deutsch (!!) vom norwegischen Deutschlehrer. 

Ein ganz besonderes Erlebnis war für die Deutschen sicherlich der Nationalfeiertag am 17. Mai, an dem Norwegen mit vielen Fahnen, traditionellen Trachten und gutem Essen die Unabhängigkeit von Schweden feiert. Nachdem wir – wie üblich schulenweise – an der Parade teilgenommen und der Königsfamilie gewunken hatten, feierten wir in den Großfamilien und mit ihren Freunden. Typisch für den Nationalfeiertag ist The World's Best Cake“, ein Kuchen, der  mit Früchten und Sahne als norwegische Flagge dekoriert wird. 

Freitags grillten wir zum Abschluss noch gemütlich an einem See. Nachmittags war dann leider schon die Zeit gekommen, in der wir uns von unseren Gastfamilien verabschieden mussten. 

Erfüllt mit vielen Eindrücken, aber sehr müde kehrten wir nach Deutschland zurück. Es war ein beidseitig gelungener Austausch, der uns einen kleinen Einblick in das – überraschenderweise doch so andere –  norwegische Leben ermöglichte. Vielen Dank an alle Teilnehmer für die erlebnisreiche Woche in einer tollen Gruppe.

Ein ganz besonderer Dank gilt natürlich unseren Lehrern Frau Neudeck und Herrn Reiser. 

Takk så mye!!!!

Bericht von Charlotte Bard (9b), Nicole Roth (9e), Miriam Pfeiffer (9d)

     

Londonfahrt der Klassenstufe 9  (13. - 19. Mai 2012) 

Unsere Reise nach London begann am 13. Mai um 5.00 Uhr morgens am Bahnhof Korntal. Man könnte meinen, dass 15 Stunden Busfahrt langweilig sind, doch wir verwandelten den Bus in eine Partyzone und so kamen wir abens sehr gut gelaunt in London an. 

Die Woche begann mit einem Stadtrundgang durch London, bei dem wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten besichtigten. So auch die Tower Bridge, das Globe Theatre, die Kronjuwelen im Tower nd natürlich den Buckingham Palace, wo wir den Wachwechsel beobachten konnten.

Der nächste Tag begann mit einem Besuch der Ausstellung „Animals Inside Out“ im Natural History Museum. Nachmittags machten wir eine eindruchsvolle Tour durch das Olympiagelände, in welchem demnächst die 27. Olympischen Spiele stattfinden werden. Den Abschluss dieses Tages bildete ein Rundgang zu den Schauplätzen, an denen Jack the Ripper seine Blutspur durch London zog. Die einsetzende Nacht, der Platzregen, die dunklen Gassen und die vielen schrecklichen Details zu den Taten von Jack the Ripper sorgten dafür, dass wir diese Tour niemals vergessen werden.

Mittwochs hatten wir die Wahl zwischen „Pitch and Putt“ (eine Art Golfen) am Alexandria Palace, und der Besichtigung des Wembleystadions, wofür sich vor allem die Jungs begeisterten. Damit die Mädchen nicht zu kurz kamen, stand für den Nachmittag ein „Vier-Stunden-Powershopping“ auf dem Programm.

Den folgenden Tag verbrachten wir am Meer, an den Kalksteinfelsen. Nachdem die zwei Schüler, die sich ins Wasser gewagt hatten, wieder trocken waren, fuhren wir weiter in das weltbekannte Seebad Brighton, wo wir den Rest des Tages verbrachten. Den Freitag ließen wir nach einer Fahrt mit dem London Eye gemütlich in Greenwich im Park des Royal Observatorys ausklingen, bevor wir uns wieder auf die Heimreise machten.

Als wir am Samstag Morgen nach der nächtlichen Rückreise zwar etwas müde, aber bestens gelaunt in Korntal ankamen, waren wir uns alle einig, dass diese Reise wegen der vielen tollen Erlebnisse und der sehr guten Stimmung etwas ganz Besonderes war! 

Danke an Frau Scheu, Frau Stahl, Frau Waldinger und Herrn Niedermann! 

Melanie Röhrle, 9D

    

April 2012

 

 

Schüler des Gymnasium Korntal-Münchingen in Israel

Israel ist ein ganz besonderes Land, in dem man über 2000 jährige Geschichte hautnah erfahren kann, in dem die drei großen monotheistischen Religionen sich vereinen und in dem auch heute noch besondere politische Konstellationen herrschen.

Und genau dorthin durften wir, Marcus und Carolin, Schüler des GKM, zwischen dem 29.04 und 6.05.12 reisen. Die Reise entstand aus einer Kooperation des israelischen Außenministeriums, der israelischen Botschaft in Berlin, des Pädagogischen Austauschdienstes und des Israeli Council for Youth Exchange und war die erste dieser Art. Wir bewarben uns bei der Johannes-Rau-Stiftung um diese Möglichkeit zu bekommen und werden im Gegenzug im Herbst israelische Schüler aufnehmen.

Gemeinsam mit 38 anderen Schülern aus ganz Deutschland flogen wir also am 29.04.12 von Berlin nach Tel Aviv. Man merkte gleich, dass man in ein besonderes Land fliegt, da die Sicherheitskontrollen sehr verschärft waren. Nach der Ankunft in Tel Aviv wurde die Gruppe von offizieller Seite, u.a. einer Vertreterin der deutschen Botschaft und dem Energie- und Wasserminister Israels willkommen geheißen. Nach einem gemeinsamen Essen und einer kurzen Kennenlernrunde mit den Israelis fuhren wir für 2 Tage in unsere Gastfamilien. Wir landeten beide in Hakfar Hayarok, auf Deutsch: „grünes Dorf“. Beide hatten Glück mit ihren Gastschülern und hatten viel zu reden.

Am nächsten Morgen ging das Programm um 7.45 Uhr weiter, was für Marcus bedeutete, dass er um 5.30 Uhr aufstehen musste. Spätestens als wir von der Jazz-Band der Schule begrüßt wurden, waren alle wach. Bei einer kleinen Fragerunde später stellte sich heraus, dass es ca. 50 schuleigene Bands gibt, und die Mitglieder der Jazz-Band für diese „Vorzeigeband“ der Schule ausgewählt worden waren. Wir verbrachten den ganzen Tag gemeinsam mit den Israelis, besuchten „better place“ eine Firma, die Infrastruktur für E-Autos aufbaut, fuhren an den Strand und gingen anschließend zu einem Schokoladenrestaurant – in dem tatsächlich alles Essen aus Schokolade ist. Eine richtige Tour der Schule bekamen wir am nächsten Morgen und wir mussten feststellen, dass nicht nur der Fachbereich Musik an der Schule riesig ist. Es gibt einen schuleigenen Bauernhof mit Kühen, Pferden und weiten Feldern, ein Zirkuszelt, extra Häuser für Medien/Filmproduktion und klassische Musik, ein freiluft-Amphitheater  und vieles mehr. Nachdem wir unsere Begeisterung für die Schule kundgetan und noch gemeinsam Pita (Fladen) Brot gebacken haben, mussten wir uns auch schon wieder von unseren Gastgebern verabschieden.

Nach einer erstaunlich kurzen Busfahrt (Israel ist ein sehr kleines Land) kamen wir in der Hauptstadt Jerusalem an, wo wir wieder mit der gesamten deutschen Gruppe zusammentrafen und Erfahrungen über unsere Zeit an den unterschiedlichen Gastschulen austauschen konnten. In den darauffolgenden Tagen bekamen wir Jerusalem von innen als auch von außen zu sehn. Besonders beindruckend waren sowohl die Besuche in Yad Vashem, einer Holocaust-Gedenkstätte, in der Knesset dem israelischen Parlament und im Außenministerium. Sowohl in der Knesset als auch im Außenministerium hatten wir die Möglichkeit Vorträge von (hochrangigen) Politikern zu hören, sowie Fragen zu stellen und zu diskutieren. Auch die Altstadt Jerusalems blieb nicht von uns verschont, und so genossen wir es, uns Orte anschauen zu können, an denen über Jahrtausende hinweg so viel passiert ist und die Geschichte des Staates Israels und der Religionen an ihren wichtigsten Stätten erlebbar wird. Ein weiteres Highlight in Jerusalem waren unsere ersten Falafel, die uns beiden super schmeckten.

Nach nur 3 Tagen saßen wir schon wieder im Bus Richtung Tel Aviv, wo wir noch am selben Tag eine Führung durch das Diaspora Museum, ein Museum das sich mit jüdischer Geschichte während des 2000 Jährigen Exils beschäftigt, und durch Jaffa, die Altstadt Tel Avivs, bekamen. Anschließend durften wir nochmal ans Meer und etwas Freizeit genießen. Am nächsten Morgen ging es an Jerusalem vorbei durch die judäische Wüste an das Tote Meer. Zuerst besuchten wir Ein Gedi, eine Oase bei der man Flussaufwärts zu einem Wasserfall wandern kann. Wir machten zwischendurch halt, um in einem der kleinen Auffangbecken zu baden. Es war beeindruckend sich mitten in der Wüste zwischen Sträuchern und Bäumen im Wasser abkühlen zu können. Das war mit fast 42 Grad auch bitter nötig. Nach einer kurzen Besichtigung der ehemaligen Festung Massada, deren Geschichte noch heute eine sehr große Bedeutung für viele Israeli hat, fuhren wir ans tote Meer und konnten einmal selbst während des Badens Zeitung lesen.

Am Tag darauf war die Woche auch schon wieder vorbei und wir saßen im Flugzeug nach Hause. Wir hatten eine anstrengende, vielseitige und aufregende Woche hinter uns, die wir für so kurze Zeit sehr gut ausgenutzt haben. Es war sicherlich eine Erfahrung, die wir nicht so schnell vergessen werden,  und darum würden wir uns an dieser Stelle gerne sowohl beim PAD, dem israelischen Außenministerium, der israelischen Botschaft in Berlin und dem Israeli Council for Youth Exchange, als auch bei unserer israelischen Begleiterin Keren und der betreuenden Lehrerin des GKM, Frau Gebhard bedanken.

 

Marcus Pfeiffer und Carolin Brodtmann

 

    

Januar 2012

Frankreich-Austausch mit dem Lycée Monge in Chambéry

vom 28.01. bis zum 04.02.2012

Am Samstag, den 28. Januar, traf sich unsere Gruppe von 11 Schülern aus den zehnten Klassen und der Kursstufe 1 morgens um 8 Uhr am Korntaler Bahnhof. Wir stiegen voller Vorfreude in die S-Bahn nach Stuttgart. Von dort aus ging es dann über Karlsruhe, Basel und Genf nach Chambéry. Die Aufregung wurde immer größer, je näher wir dem Ziel kamen. Doch es stellte sich heraus, dass die Aufregung umsonst war, denn die Gastfamilien waren alle nett und haben sich auf uns gefreut. So ging der anstrengende Reisetag mit einem leckeren Abendessen dort zu Ende.


Den Sonntag verbrachten wir in den Familien mit Skifahren, Besichtigungstouren, Bowling spielen oder Ähnlichem.

Am Montag morgen trafen wir uns alle um 8 Uhr in der Schule. Wir waren alle froh, wieder Deutsch sprechen zu können mit Leuten, die eine verstehen. Wir begannen damit, deutsche Sprichwörter französischen zuzuordnen. Hier ein paar Beispiele:

Va te faire cuire un oeuf. = Scher dich zum Teufel.

C'est du pareil au même. = Das macht den Kohl auch nicht fett.

Ce n'est pas mes oignons. = Das ist nicht mein Bier.

Danach teilten wir uns in 2 Gruppen auf. Die eine arbeitete mit einer Chemielehrerin zum Thema Molekulare Küche, die andere machte französische Sprachübungen. Bei Frau Gaschler, der Chemielehrerin, besprachen wir zuerst, wie die chemischen Geräte auf französisch und auf deutsch heißen. Dann machten wir 2 Experimente: Bei dem einen trennten wir durch Chromotographie die Farbstoffe von M&M's und künstliche Farbstoffe auf und es stellte sich heraus, wie zu erwarten war, dass die M&M's aus künstlichen Farbstoffen bestehen.

Mittags aßen wir in der Schulkantine. Das Essen dort ist super lecker im Vergleich zu unserem und danach bekamen wir eine kleine Schulführung auf Deutsch von den Franzosen. Am Nachmittag kam ein Wissenschaftler vom CNRS, ein wissenschaftliches Institut, an die Schule und machte mit uns weitere Experiment zur molekularen Küche, z.B. wie eine Mikrowelle funktioniert und was man hineinstellen kann und was nicht.

Den Abend verbrachten wir wieder mit den Familien. Es gab wie immer ein sehr leckeres französisches Essen wie Quiche oder Crêpes.

Am Dienstag war unser großer Ausflugtag, an dem wir mit dem Bus in die Berge nach Entremont-le-Vieux gefahren sind. Dort gibt es eine Milchgenossenschaft, die Käse herstellt. In dieser Käserei bekamen wir eine Führung, wo uns erklärt wurde, natürlich auf französisch, wie dort der Käse hergestellt wird. Danach haben wir dort verschiedene Käsesorten probiert. Der Käse war sehr lecker und schmackhaft und es bestand die Möglichkeit Käse zu kaufen, welche auch einige wahrnahmen.

Nach der Besichtigung machten wir in diesem Ort am Ende der Welt in der Gemeindehalle ein Picknick.

Dann machten wir uns auf um noch höher in die Berge zu kommen, wo unsere Schneeschuhwanderung stattfand. Diese wurde von einem Bergführer der Bergwacht geleitet. Er klärte uns über die Gefahren im Schnee und durch Lawinen auf. Der „balade raquettes“ hat uns allen sehr viel Spaß gemacht und zum Schluss erklärte uns der Bergführer noch, wie man Lawinenopfer über ein Sender-Empfänger-Prinzip finden kann. Das durften wir dann auch noch alles selbst mit einem versteckten Empfänger ausprobieren. Am Ende waren wir alle müde, kaputt, uns war kalt und wir freuten uns auf die Rückkehr nach Chambéry in der Erwartung auf eine heiße Dusche.

Am Mittwoch Vormittag wurden wir in 2er oder 3er Gruppen eingeteilt, um Referate über die Themen vorzubereiten, mit denen wir uns an den beiden Tagen davor beschäftigt hatten. Danach mussten wir noch Cocktails erfinden, die wir am Donnerstag Abend mit den Eltern trinken wollten. Am Nachmittag hatten wir frei und durften mit unseren Austauschpartnern machen, was wir wollten. So gingen wir Chambéry besichtigen, Shoppen oder Eislaufen.

Der Donnerstag verlief relativ ruhig. Am Vormittag machten wir Deutschen eine Stadtrallye in Chambéry und die Franzosen mussten zum Unterricht gehen. Zum Mittagessen kehrten wir wieder in die Schule zurück. Am Nachmittag hospitierten wir im Unterricht bei ihnen, wobei wir feststellen mussten, dass das Fremdsprachenniveau viel tiefer ist als unseres. Der Abend verlief so, dass die Eltern in die Schule kamen und die Apéritifs bekamen, die wir vorbereitet hatten.

Und schon begann der letzte Tag, der Freitag. An diesem wurde noch einmal hart gearbeitet. Wir machten Plakate für unsere Präsentationen übten die Referate und trugen schließlich vor, wobei man feststellen musste, dass die Deutschkenntnisse der französischen Schüler und Schülerinnen nicht sehr gut waren, obwohl viele schon seit langer Zeit Deutsch lernen.

Am Freitagnachmittag führten wir noch eine Kostprobe mit verschiedenen Cola-, Orangensaft- und Eisteesorten durch. Dabei stellte sich heraus, dass der Geschmack stark davon abhängig ist, ob man die Verpackung sieht oder nicht. Dann gab wir noch eine kleine Feedback-Runde und wir sammelten Vorschläge für das Programm in Deutschland. Zum Abschluss haben wir alle gemeinsam Volleyball mit dem Sportlehrer, Herrn Combey, gespielt.

So ging auch unser letzter Tag zu Ende und wir mussten feststellen, dass die Zeit sehr sehr schnell vergangen war.

Am Samstagmorgen trafen wir uns wieder am Bahnhof um die Rückreise anzutreten. Wir mussten allerdings feststellen, dass unser Zug wegen der Kälte schon 20 Minuten Verspätung hatte. Und aus diesen 20 Minuten wurden am Ende 2 Stunden, weil wir unsere Anschlusszüge nicht bekommen haben und Züge wegen Triebwerksschäden ausfielen. Dennoch kamen wir am Ende alle wohl erhalten um halb sieben wieder in Korntal an.

Wir möchten uns bei Frau Schroth, Frau Walter, der Deutschlehrerin in Frankreich, Sarah Blum, der Fremdsprachenassistentin und allen Franzosen für die tolle Woche und die Gastfreundschaft bedanken und freuen uns alle schon auf den Gegenbesuch im Mai.

Mit diesen Worten „Au revoir France“.

Fabian Demand, Klasse 10e