Informatik-Biber

Im letzten Jahr hat das GKM zum ersten Mal am Wettbewerb „Informatik-Biber“ teilgenommen. Gerne bieten wir auch in diesem Jahr wieder an, an diesem kostenlosen Wettbewerb teilzunehmen.

Teilnehmen können alle Schüler der Klassen 5-12 in 4 verschiedenen Altersstufen. Die Voraussetzungen sind ein Internetzugang und 30-40 Minuten Zeit (außerhalb des regulären Unterrichts). Aufgrund der Erfahrungen aus dem letzten Jahr raten wir zu einer Teilnahme am heimischen Computer.

Anmeldungen können per Mail noch bis 30. Oktober 2015 bei Frau Rott (rott@gymnasium-korntal.de) mit dem Betreff: „Informatik-Biber2015“und Angabe von Name und Klasse erfolgen.

Vorbereiten kann man sich mit Aufgaben aus den Jahren 2008 bis 2014 und deren Lösungen unter

http://informatik-biber.de/teilnehmen/vorbereitung/ oder mit der Teilnahme am „Schnupper-Biber“, einem Testlauf vor dem regulären Wettbewerb, der bis 7. November  2015 freigeschaltet ist.

Der Hauptwettbewerb geht vom 09. bis zum 13. November 2015.

Die Zugangsdaten sind für Probe- und Hauptwettbewerb gleich und jeder Schüler kann jeweils nur einmal an den Wettbewerben teilnehmen. Eine ausführliche Anleitung, wie man sich mit Benutzername und Passwort anmeldet um an einen Wettbewerb teilzunehmen findet man unter: http://informatikbiber.de/fileadmin/user_upload/teilnehmen/Schueleranleitung_Informatik-Biber2013.pdf

 

 

 

 

   

Mikrocontroller AG – Technik vom Feinsten am GKM

Im laufenden Schuljahr kann zu unserer großen Freude am Gymnasium Korntal-Münchingen erneut eine Mikrocontroller Arbeitsgemeinschaft angeboten werden. Die Arbeitsgemeinschaft ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Hochschule Pforzheim (Fakultät für Technik, Bereich Informationstechnik) und unserer Schule – sie richtet sich an engagierte, motivierte und an technischen Fragestellungen interessierte Schülerinnen und Schüler aus Klassenstufe 10. Die Teilnehmerzahl ist auf zehn Schülerinnen bzw. Schüler begrenzt.

Möglich wurde die Einrichtung dieser Arbeitsgemeinschaft durch die großzügige finanzielle Unterstützung von namhaften Stiftungen: So fördert die Vector Stiftung, die u.a. Schulen bei der Umsetzung von innovativen Projekten im MINT-Bereich unterstützt (MINT: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik), unser Vorhaben über einen Zeitraum von drei Jahren. Sie sorgt damit einerseits dafür, dass die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Pforzheim und dem Gymnasium Korntal-Münchingen auf einer soliden Grundlage steht und liefert darüber hinaus einen wichtigen Beitrag, die Mikrocontroller AG auch nachhaltig im Schulprogramm des Gymnasiums Korntal-Münchingen zu implementieren. Die Berthold Leibinger Stiftung erlaubt uns mit ihrer Spende, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Mikrocontroller AG eine technische Ausstattung auf höchstem Niveau  bereit zu stellen, die aktuellen Industriestandards entspricht und auch im Studium an der Hochschule Pforzheim eingesetzt wird. Beiden Stiftungen gebührt unser herzlicher Dank für die Unterstützung, die sie unserer Schule zu Teil werden lassen.

Inhaltlich sollen in der Arbeitsgemeinschaft Themen wie die Funktionsweise eines Prozessors, ein C-Kurs mit M_Dongle sowie ein vertiefendes Miniprojekt aus dem Bereich Mikrocontroller, beispielsweise eine intelligente Alarmanlage (auch eigene Ideen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind willkommen) im Vordergrund stehen. Herr Joachim Hampel, Dipl.-Ing. (FH), ING-PAED IGIP, Laboringenieur in den Studiengängen Informationstechnik und Technische Informatik an der Hochschule Pforzheim, wird die Arbeitsgemeinschaft leiten. Die Arbeitsgemeinschaft gliedert sich in ca. 7-9 Unterrichtsblöcke an Mittwochnachmittagen im Umfang von jeweils etwa vier Schulstunden. 

Die genauen Termine werden schnellstmöglich bekannt gegeben. 

Wir sind davon überzeugt, mit diesem Kooperationsprojekt zwischen der Hochschule Pforzheim und dem Gymnasium Korntal-Münchingen motivierten und interessierten Schülerinnen und Schülern gerade im zukunftsträchtigen MINT-Bereich ganz neue Chancen und Möglichkeiten bieten zu können. Insofern hoffen wir sehr, dass sich genügend Interessierte finden werden, die sich von der Faszination technischer Fragestellungen begeistern lassen, Lust haben, ein wenig die Atmosphäre an einer Hochschule zu schnuppern und darüber hinaus neugierig darauf sind, einen Eindruck von realen Arbeitstechniken in Wissenschaft und Industrie zu erhalten.

J. Hampel, F. Nagel

 

 

ITG

Informationstechnische Grundbildung (ITG) am GKM im Wandel

 „Die Informationstechnische Grundbildung soll im Zusammenspiel verschiedener Fächer beziehungsweise in Projekten bis zum Ende der Sekundarstufe I aufgebaut werden“, heißt es lapidar im Bildungsplan 2004 für das allgemein bildende Gymnasium. Stutzig geworden, lese ich weiter und finde auf der folgenden Doppelseite Kompetenzen und Inhalte aufgeführt, über die die Schülerinnen und Schüler nach Klasse 10 im Umgang mit Informationstechnik verfügen bzw. Bescheid wissen sollen.

Gleichermaßen verwundert und irritiert lasse ich das Gelesene nochmals auf mich wirken – verwundert über diese Fülle an Kompetenzen und Inhalten, irritiert über die Tatsache, dass diese Fülle an Inhalten in verschiedene Fachunterrichte integriert werden soll, hierfür aber offenbar keinerlei ITG-Unterrichtsstunden in der Stundentafel explizit ausgewiesen sind. In mir drängt sich fast zwangsläufig eine Frage auf: Wie soll das funktionieren? Wie sollen Fachlehrkräfte, die in aller Regel selbstverständlich keine IT-Fachleute sind, in ihrem Fachunterricht Elemente informationstechnischer Grundbildung einfließen bzw. informationstechnische Inhalte fundiert, nachhaltig und auf einem vergleichbaren Niveau unterrichten können? Für mich kommt das der Quadratur des Kreises gleich und ist wohl auch eine Ursache dafür, dass der ITG-Unterricht nicht nur am Gymnasium Korntal-Münchingen bislang über ein eher trauriges Schattendasein – wenn er denn überhaupt stattfand – nicht hinauskam.

Diesen für Schüler, Eltern und Lehrkräfte gleichermaßen unbefriedigenden Zustand zumindest ansatzweise zu beheben, war unser vorrangiges Ziel, als wir uns mit Beginn des Schuljahres 2013/2014 auf den Weg machten, den ITG-Unterricht am Gymnasium Korntal-Münchingen neu aufzustellen. Leitgedanke war dabei auch, die Fülle an möglichen Inhalten auf uns wichtig, sinnvoll und zeitgemäß erscheinende Aspekte zu reduzieren, ohne dabei die Bedeutung informationstechnischer Bildung für unsere Gesellschaft an sich aus den Augen zu verlieren. Konkret sind wir folgende Punkte angegangen:

In Klassenstufe 5 haben wir die bisherige Integration der informationstechnischen Grundbildung in den Deutschunterricht aufgehoben. Stattdessen findet der ITG-Unterricht als eigenständiges Fach ohne Note im 1. Halbjahr im Umfang von sieben Doppelstunden im 14-tägigen Wechsel zum Fach Naturphänomene mit der halben Klasse statt. Die hierfür notwendige Stundentafelstunde wird durch eine Poolstunde im Bereich Pflichtunterricht im Rahmen unseres Förderkonzeptes abgedeckt. Unterrichtet wird ITG von Lehrkräften, die sich ausdrücklich für dieses Fach gemeldet und sich auf ein gemeinsames Curriculum – Einführung in das Schulnetzwerk, einfache MS WORD-Anwendungen und eine altersgerechte Internetrecherche seien hier als Schlagworte genannt – verständigt und entsprechende Unterrichtsmaterialien erarbeitet haben.

Wesentlicher Vorteil dieser Weiterentwicklung ist neben der nun gewährleisteten inhaltlichen Vergleichbarkeit des ITG-Unterrichts insbesondere die Tatsache, dass durch die Klassenhalbierung ein intensiveres Unterrichten der Schülerinnen und Schüler möglich wird. Gerade für die Arbeit am und im Umgang mit dem Computer ein unschätzbarere Vorteil, der ganz nebenbei auch eine deutliche Erleichterung für die unterrichtenden Lehrkräfte mit sich bringt.

Insofern verwundert es nicht, dass wir diese organisatorischen Rahmenbedingungen auch für den neu zu entwickelnden ITG-Unterricht in Klassenstufe 9 beinahe Eins-zu-Eins übernommen haben. Lediglich der zeitliche Umfang wurde den gestiegenen inhaltlichen Anforderungen in Klassenstufe 9 angepasst, was bedeutet, dass der ITG-Unterricht-9 im 2. Halbjahr einstündig mit der halben Klasse – allerdings wöchentlich – stattfindet. Hierzu unterrichten zwei Lehrkräfte je eine Klassenhälfte zeitgleich, alle unterrichtenden Lehrkräfte setzen dabei ausnahmslos  identische Unterrichtsmaterialien ein.

Inhaltlicher Schwerpunkt ist die Modellierung und Programmierung einfacher Softwareprojekte mit Greenfoot. Bei Greenfoot handelt es sich um eine frei verfügbare Entwicklungsumgebung für das Erlernen der objektorientierten Programmierung mit Java. Durch eine ikonische Darstellung der Objekte spricht Greenfoot viele Lerntypen an und ermöglicht Schülerinnen und Schülern einen intuitiven Zugang zur Informatik. Sie erlernen so beispielhaft auf anschauliche Art und Weise wie man in Java bedingte Anweisungen, vor- und nachprüfende Wiederholungen oder auch Zählschleifen implementieren kann und erfahren dadurch hoffentlich ein Gespür dafür, wie spannend, aber auch herausfordernd der Entwurf von Algorithmen zur Lösung von mehr oder weniger komplexen Problemen sein kann. Inhaltlich bildet der ITG-Unterricht 9 damit auch die Grundlage für eine Informatik-AG in Klassenstufe 10 bzw. für einen zweistündigen Informatikkurs in der Kursstufe.

So gelungen mir die organisatorische wie inhaltliche Konzeption des ITG-Unterrichts in den Klassenstufen 5 und 9 erscheint – was nicht ausschließt, dass inhaltlich an der einen oder anderen Stelle noch nachjustiert werden muss – , so sehr hadere ich mit den Rahmenbedingungen des ITG-Unterrichts in Klassenstufe 7. Nach wie vor ist dieser in Fachunterrichte integriert, ein eigenständiger Unterricht wie in Klassenstufe 5 und 9 oder gar eine Klassenhalbierung ist organisatorisch leider nicht möglich. Zwar wurden auch hier klassenübergreifend identische Materialien zum professionellen Umgang mit MS Powerpoint erstellt, dies allein kann aber die unbefriedigenden organisatorischen Rahmenbedingungen nicht kompensieren.

Trotz dieses Wermutstropfens und obwohl die Rahmenbedingungen des Bildungsplans alles andere als ideal sind, sind wir davon überzeugt, im Rahmen unserer schulischen Gestaltungsmöglichkeiten den ITG-Unterricht als Ganzes mit dieser Neuausrichtung auf ein trag- und zukunftsfähiges Fundament gestellt zu haben, wohlwissend, dass gerade im Bereich der Informationstechnik eine stetige Weiterentwicklung bzw. Überarbeitung der Inhalte unabdingbar ist. Allerdings, und dies sei an dieser Stelle nicht verschwiegen, lassen die bisherigen Verlautbarungen den neuen Bildungsplan 2016 betreffend, für den zukünftigen ITG-Unterricht an den allgemein bildenden Gymnasien nichts Gutes erwarten. Die grün-rote-Landesregierung scheint im Industrie- und High-Tech-Land Baden-Württemberg andere Schwerpunkte setzen zu wollen.

 

Frank Nagel